Seit der römischen Antike ein beliebtes Anbaugebiet

Rheinhessen zählt zu einer der beliebtesten Weinanbauregionen. Das milde Rheinklima und die sonnenreichen Sommermonate verhelfen den vielfältigen Weinsorten, sich prächtig zu entwickeln. Schon die Römer schätzten die Region um den Rhein mit ihrem milden mediterranen Klima und bauten bereits vor über 2000 Jahren die ersten Weinsorten an. Bis heute zählt die Rheinhessenregion zu dem größten deutschen Weinanbaugebiet mit über 26.000 Hektar Rebfläche. Über das Mittelalter bis ins 19. Jh. war die Weinproduktion die Haupteinnahmequelle der Bevölkerung. Auch heute sind der Anbau und die Verarbeitung ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. 

Beliebte Weine kommen aus Rheinhessen

Zu den beliebtesten Weinen zählen mitunter der Müller-Thurgau, Silvaner oder die Scheurebe. Immer wieder loben Qualitätstests und Weinführer die hochwertigen Weine aus den Produktionenstätten der jungen Winzergeneration. Und diese sind ehrgeizig und setzten auf Qualität und effektive Vermarktung ihrer oftmals prämierten Qualitätsweine. Gerade die junge Generation von Weinbauern möchte aber die Geschichte des kulturhistorischen Weinbaus in der Rheinhessenregion nicht aus den Augen verlieren.


Das warme Klima rundum den Rhein ist ein beliebtes Weinanbaugebiet. Und dies bereits seit der römischen Antike.

Zwar haben moderne und fortschrittliche Anbau-, Ernte- und Produktionsverfahren den Weinbau revolutioniert, dennoch werden vielerorts noch traditionelle Verfahren zur Weingewinnung genutzt. Dies spiegelt sich später in der Qualität der Weine wider.

Qualität und Experimentierfreude 

Immer wieder finden auch exotische oder spezielle Produkte den Weg in die Regale der eigenen Verkaufsräume oder der Getränkehandlungen. Weine mit Erdbeer-Aromen, „Winzersekt“ oder spezielle Traubenliköre werden immer beliebter unter den Weinliebhabern und finden auch hier einen großen Absatz. Und doch findet man auch noch die kleinen Kellereien, die traditionelle Weine mit hoher Qualität herstellen und nur wenige bis gar keine extravaganten Produkte anbieten.

Familienweingut Hermann Weber Erbe

Zu den traditionellen Weingütern zählt das Familienunternehmen Bürgermeister Hermann Weber Erbe in Ludwigshöhe. Bereits 1938 gründete Hermann Weber das damals noch kleine Weingut. Seit Generationen wurde das Familienunternehmen weitervererbt und wird seit 1994 nun in dritter Generation von Markus Weber weitergeführt. Die Rebfläche beträgt mittlerweile stolze 30 Hektar und beherbergt besonders alte Rebstöcke und vor allem traditionelle Rebsorten.  Die Qualität der Weine spricht für sich, weshalb das Weingut bereits mehrere Auszeichnungen auf Bundes- und Landesebene erhalten hat.

Zur Herbstsaison ein Verkaufsschlager

Zu Beginn des Herbstes findet ein Klassiker wieder den Weg in die gekühlte Auslage der Super- und Getränkemärkte. Es handelt sich um die jungen Weinmoste, bei denen die Gärung noch nicht abgeschlossen ist. Der sogenannte Federweißer befindet sich also noch im Gärprozess, ist relativ süß im Geschmack und weist einen geringeren Alkoholgehalt auf. Dies macht den halbfertigen Weißwein zu einem beliebten Getränk in der frühen Herbstzeit, denn der Verkauf des kohlensäurehaltigen Federweißen ist begrenzt.
Gerade jetzt im Herbst ist der Traubenmost, bekannt als Federweißer, wieder ein beliebtes Getränk zu Zwiebelkuchen und Quinche

Da der Gärprozess noch nicht abgeschlossen ist und weiterhin Kohlendioxid gebildet wird, muss Federweißer immer im Stehen gelagert und transportiert werden, da die Flaschen unverschlossen sind. Hierdurch kann der hohe Druck in den Flaschen entweichen und ein Bersten wird verhindert. Gekühlt wird der junge Most übrigens nur deshalb, damit der Gärprozess nur langsam voranschreitet und er somit längere Zeit seinen klassischen, süßlichen Geschmack behält. Auch die Sitt-Getränkemärkte führen nun wieder die ersten Federweißer in ihrem Sortiment. Dabei setzt das Unternehmen besonders auf die Qualität des Familienweinguts Weber Erbe aus Ludwigshöhe. Der Rheinhessische Federweißer ist in und um Hannover sehr beliebt, weshalb gerade dieser Federweißer ein Verkaufsschlager in den Märkten ist. Ende Oktober –manchmal auch Ende November- ist der Genuss der süßen Traubenmoste dann aber wieder vorbei. Wer also einen echten wohlschmeckenden Federweißer zum Zwiebelkuchen oder einer deftigen Brotzeit genießen möchte, der sollte jetzt schnell zugreifen.

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